Taxi Franz Plaschke − die Geschichte

Jungunternehmer Als Franz Plaschke, der heutige Geschäftsinhaber am 23.08.63 offiziell das Taxiunternehmen seines Vaters übernahm, stand er erst kurz vor seinem 20. Geburtstag. Den Führerschein in der Tasche − die Kfz-Mechaniker Lehre hatte er gerade abgeschlossen − als ihm neben dem Taxifuhrgeschäft auch noch die Verantwortung für eine Fahrschule übertragen wurde. Diese Verantwortung war wohl nicht besonders groß angesichts der Tatsache, dass das gesamte Unternehmen aus gerade mal zwei Fahrzeugen bestand. Zwei altertümliche 30 Jahre alte Renault waren der ganze Stolz des nahezu prominenten Franz Plaschke Senior.

Diejenigen, die sich an diese Zeiten erinnern, werden wissen, dass dieser Mann nur zurecht stolz sein konnte, denn kaum ein anderes Unternehmen besaß mehr als ein Auto. Nun lag es in der Hand der nächsten Generation das Vermächtnis des Vaters weiterzuführen. Noch heute schwelgen die älteren Herrschaften unserer umliegenden Dörfer in Erinnerungen an ihre Fahrstunden im Trabbi neben Franz Plaschke.

Vier Jahre später, der junge Bursche war bereits zum ehrenwürdigen Nachfolger herangewachsen, wurde er in die Armee eingezogen. Nun sorgte seine damalige Frau und seine Schwester Maria für das Wohlergehen des Familienunternehmens. Die Fahrschule verlor ihren Fahrlehrer und konnte unter diesen Umständen nicht überleben. Der Fahrzeugbestand hatte durch zwei neuere Wartburgs als Ersatz für die "alten Kisten" an Niveau gewonnen. Hin und wieder wurde das Unternehmen von Aushilfskraftfahrern unterstützt.

Heutiger Fuhrpark Die wahre Bereicherung kam jedoch 1971, als Horst Zimmermann seinen Dienst antrat. Bis zum heutigen Tage hält er noch die Treue in guten wie in schlechten Zeiten.

Nach der Wende wollte auch Franz Plaschke nicht auf eine Veränderung in seinem Untenehmen verzichten: der Autoliebhaber wechselte prompt vom altmodischen Wartburg zum eleganten Mercedes, dem er bis heute zufrieden die Treue hält.

Mittlerweile ist der Betrieb auf eine Größe von 5 Autos der neuen E-Klasse angewachsen und einen Kleinbus der entweder zur Personenbeförderung oder Rollstuhlbeförderung verwendet werden kann. Neben dem Inhaber und seiner Frau, die beide als Taxifahrer tätig sind werden noch weitere fest angestellte Mitarbeiter und mehrere Aushilfsarbeiter beschäftigt.